Donnerstag, 11. März 2010

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Eltern im Netz - Dramatik ohne Qualität
VÖ: Dienstag, 27. Oktober 2009 | Keine Kommentare | Kommentar hinterlassen!
Hinweis: Nach ausführlicher Recherche muss ich nun davon ausgehen, dass die Webseite eltern-im-netz.de.vu ein Satire-Projekt ist und somit gewollt "schlechte" und "anstößige" Artikel hervorbringt!
Eigentlich liegt es mir fern, Internetpräsenzen oder deren spezifischen Inhalte zu kritisieren. Geschockt war ich jedoch am heutigen Tage maßlos, als ich auf die Seite unter eltern-im-netz.de.vu gestoßen bin.Unter dem Motto "Eltern gegen die mediale Verrohung der Jugend" findet man hier eine Vielzahl an Artikeln, die sich primär an Themen orientieren, die auch in den allgemeinen Medien wie TV und Zeitung behandelt werden und direkt oder auch nur indirekt mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Markante Schlagwörter sind hier unter anderem Killerspiele, Koma-Saufen und Kinderpornographie.
Bei all diesen Themen handelt es sich selbstverständlich um äußerst heikle Themen, die definitiv mit Bedacht, vor allem jedoch mit ausreichend Hintergrundwissen behandelt bzw. diskutiert werden müssen. Genau diese Sensibilisierung kann ich auf eltern-im-netz.de.vu nicht erkennen, zumindest in den meister Artikeln. Bereits die unterschiedlichen "Headlines" der einzelnen Artikel entsprechen meines Erachtens nach hemmungsloser Propaganda unter Nutzung von "Bild-Zeitung-Niveau"! So verfasste beispielsweise ein Autor namens Thomas Reuthscheidt am 19. Mai 2009 einen Artikel, der unter der Überschrift "13-jähriges Kind ins Koma gesoffen – Notärzte von jugendlichen Gästen attackiert" zu lesen ist.
Dieser "Headline" folgt dann ein ebenso dramatisch verfasster Artikel, der die beteiligten Jugendlichen als Verbrecher tituliert, nicht jedoch auf tiefgründigere Informationen zurückgreift.
Nun muss natürlich an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass auch ich den übermäßigen Konsum von Alkohol bei Jugendlichen oder gar Kindern bedenklich finde, auch wenn ich den durch die Medien geprägten Begriff Koma-Saufen strikt ablehne. Ich bin jedoch auch davon überzeugt, dass ein Artikel, wie der soeben beschriebene, keinerlei Änderung herbeiführt, schon gar nicht zum Positiven. Der Versuch, auf propagierende und dramatische Weise, aktuelle Negativ-Schlagzeilen ins Rampenlicht zu stellen, kann schlicht nicht zielführend sein.
Weitere Artikel auf eltern-im-netz.de.vu stehen dann unter folgender Dramaturgie:
- Amerika in Angst und Schrecken: 15-Jähriger richtet Blutbad an
- “Die Ballergames bestimmten mein Leben” – 3 Jahre in der Killerspiel-Hölle
- Winnenden: Killerspieler verspotten Opfer und Angehörige
- 1200 Killerspieler besuchen Metzel-Messe in München
- Leider musste erst ein schrecklicher Amoklauf wie das Blutbad von Winnenden passieren, damit die Debatte um das Verbot von gefährlichen Killerspielen ins Rollen kommt. Jetzt fordert Niedersachsens Jugendministerin Ross-Luttmann endlich ein endgültiges Verbot für das Killerspiel World of Warcraft.[...]
- Am vergangenen Freitag fand in der Münchener Tonhalle die 5. Veranstaltung des so genannten Intel Friday Night Games statt (Intel = Name eines Herstellers für Killerspieler-Komponente).[...]
- [...]Deutschlands hat sich zu einem Land entwickelt, in dem man auf offener Straße Angst um sein Leben haben muss. Doch was sind die Gründe dafür, dass Deutschlands Kinder lieber prügeln als pauken?[...]
- Jeder kennt die schrecklichen Bilder der Killergames aus den Medien, in denen Menschen kaltblütig abgeschlachtet und zerhackt werden.[...]
- [...]Das Nazi-Killerspiel Wolfenstein wird einen Monat nach der Veröffentlichung schon wieder aus dem Verkehr gezogen. Grund: Das Spiel war übersät von Hakenkreuzen, SS-Symbolen und Abzeichen der Hitlerjugend. Rechtsradikale Fans des NS-Shooters müssen nun wohl oder übel auf eine abgespeckte Version ohne Hakenkreuzflut warten.[...]
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